Dienstag, 25.12.2018

Wüsten, Nebelwälder, Hochgebirge, Wasserfälle, tropische Mangroven: Jenseits der Karibikstrände und All-inclusive-Hotels gibt es in der Dominikanischen Republik ein wahres Naturparadies zu entdecken. Doch die wenigsten Urlauber wissen das.

Der Ausflug auf den Loma Isabel de Torres an der Nordküste der Dominikanischen Republik beginnt recht skurril. Mit der einzigen Seilbahn der Karibik geht es dicht über dem Regenwald steil hinauf auf den 800 Meter hohen Hausberg von Puerto Plata.

Oben erwartet eine Miniaturversion der Christusstatue aus Rio de Janeiro die Besucher. Im Inneren des Baus können sie furchtbar kitschige Souvenirs kaufen, aus Lautsprechern klingen karibische Rhythmen.

Die meisten Touristen kommen eigentlich nur auf diesen Berg, um den Panoramablick auf die Bernsteinküste und Puerto Plata mit seinen bunten Kolonialbauten zu genießen. Elmar Mai interessiert sich aber mehr für die Entstehung der Insel und für die vielen Bernsteinfunde, die der Küste ihren Namen gaben. Der Biologe war schon Dutzende Male hier oben und kann es kaum abwarten, sich ins Grüne zu stürzen.

Botanischer Garten

Der Botanische Garten, vor allem aber das fast 22 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet dahinter seien ein „wirkliches Naturschauspiel“, sagt er. „Hier oben gibt es bis zu 70 verschiedene Ökosysteme“, erklärt Mai, den viele als Filmemacher und ZDF-Moderator wegen seiner Gartentipps aus Sendungen wie „Volle Kanne“ oder von seinen Natur- und Tierfilmen aus „Die Sendung mit der Maus“ kennen.

Bromelien, Orchideen, Flechten und Baumfarnen finden sich hier. Viele sind endemisch, wachsen also nirgendwo sonst. Die Passatwinde und klimatischen Bedingungen haben verschiedene Wälder entstehen lassen: Tieflandwälder, Elfenwälder, Küstenregenwald und Küstennebelwald. Obwohl die Tropensonne vom Himmel brennt, kommt man fast in Weihnachtsstimmung, wenn man neben einem mannshohen Weihnachtsstern steht. Und wenn Elmar Mai über das „Naturparadies Dominikanische Republik“ spricht, begeistern sich selbst Pflanzen-Ignoranten. (…)


https://www.focus.de/reisen/diverses/tourismus-wo-domrep-gaeste-unberuehrter-natur-begegnen_id_10111492.html

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