MUSIK

Den Dominikanern liegt tanzen im Blut. Im Park, vor dem Haus auf der Veranda, einfach überall, wo Musik ertönt, wird spontan das Tanzbein geschwungen. Die Klänge der Musik und auch die Instrumente der Dominikanischen Republik weisen Einflüsse aus Westafrika, Spanien und Europa auf. Die beiden wichtigsten Musikrichtungen, die jeder kennt und bei denen man sofort an die Dominikanische Republik denkt, sind Merengue und Bachata. Ein weiteres Genre ist Son, daneben gibt es aber auch viele andere traditionelle Musikrichtungen und Tänze. Wo auch immer Sie in der Dominikanischen Republik sind – um die Musik und den Rhythmus dieses Landes zu erleben, brauchen Sie einfach nur vor die Tür zu gehen.

 

Merengue

Merengue-Musik und der dazugehörige Tanz sind Teil des nationalen Kulturguts der Dominikanischen Republik. Daher wurde diese Musikrichtung 2016 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit erklärt. Jeder Dominikaner wird Ihnen versichern, dass Merengue mit dem täglichen Leben im Land untrennbar verbunden ist. Merengue-Texte erzählen Geschichten aus dem Alltag. Die Instrumente stehen für die vielseitige Identität des Landes: Die Güira geht auf die Tradition der Taíno zurück. Dieses Schrapinstrument besteht aus einem Metallzylinder mit Löchern, über dessen Oberfläche mit einem Eisenbesen gerieben wird. Die Tambora, eine zweifellige Trommel, kommt aus Afrika und das Akkordeon aus Spanien.

Zu den heute weltweit bekannten Merengue-Musikern gehören unter anderem Joseíto Mateo, Juan Luis Guerra, Johnny Ventura, Milly Quezada, Wilfrido Vargas, Fernando Villalona, Los Hermanos Rosario und Eddy Herrer.

 

Bachata

Bachata ist im Laufe der Jahre sowohl in der Dominikanischen Republik als auch in anderen Ländern immer beliebter geworden. Dieser Tanz entstand aus dem mit Saiteninstrumenten begleiteten lateinamerikanischen Bolero, ein langsamer und sinnlicher Tanz, der ursprünglich als Musik der unteren Bevölkerungsschichten angesehen wurde. Doch Bachata gewann an Popularität, und sowohl die Musik als auch die Texte wurden dank bekannter dominikanischer Künstler wie Juan Luis Guerra und Víctor Víctor gesellschaftsfähig.

Zu den ersten Bachata-Künstlern zählte José Manuel Calderón in den 1960er Jahren. Später machten Sänger wie Rafael Encarnación und Luis Segura die Bachata-Musik in der breiten Bevölkerung populär, gefolgt von Luis Vargas und Anthony Santos, die dem Rhythmus eine neue Sprache verliehen. In den 1990er Jahren löste sich die Musik-Gruppe Aventura unter Leitung des in Brooklyn geborenen Dominikaners Romeo Santos von diesem Image und schuf eine moderne Form von Bachata, die mit anderen Musik-Stilen gemischt war und schnell internationale Anerkennung fand.

 

Son

Der Son tauchte erstmals zwischen 1870 und 1890 in den Städten Puerto Plata und Montecristi im Norden des Landes auf. Diese Musikrichtung besteht aus einer Mischung lateinamerikanischer und afrikanischer Elemente. Der Son soll vom Bolero abstammen und geht angeblich auf den kubanischen Musiker und Komponisten Miguel Matamoros zurück. Bekannte dominikanische Son-Künstler sind unter anderem Sonia Cabral, auch bekannt als die Königin des Son, El Grupo Maniel, Grupo Bonyé – sie spielen jeden Sonntagabend live in der Kolonialstadt von Santo Domingo – und Los Hermanos Heredia.

 

Traditionelle Musik

Traditionelle Musik und Tänze sind stark vom afrikanischen Erbe der Dominikanischen Republik beeinflusst und genauso lebendig wie die modernen Rhythmen des Landes. In allen Regionen des Landes kann man traditionelle Kläge hören und Menschen dazu tanzen sehen, gerade auch während der Karnevalssaison im Februar.

In Santo Domingo ist die Bruderschaft der Congos de Villa Mella, die 2001 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit erklärt wurden, für ihre spirituellen Gesänge bekannt, die ebenso wie ihre Instrumente ihre westafrikanische Herkunft erkennen lassen. Dazu gehören zweifellige Trommeln, Schrapinstrumente und Maracas. Die Musik und die Tänze im Südosten des Landes zeigen deutliche Spuren der afro-britischen Einflüsse. Ein Beispiel dafür sind die Tänze der Guloyas des Cocolo-Tanztheaters. Diese Tanztradition wurde ebenfalls zum Weltkulturerbe ernannt. Der Südwesten des Landes hingegen ist für die Sarandunga-Musik und den Tanz von Baní bekannt. Wichtiger Bestandteil der Musik sind afrikanische Trommeln und Aufführungen in Form einer religiösen Feier.

Wenn Sie in Santo Domingo sind, dürfen Sie sich die kostenlose Vorführung des Folkloreballetts des dominikanischen Tourismusministeriums nicht entgehen lassen. Sie findet jeden Freitag- und Samstagabend in der Kolonialstadt statt. Dabei erhalten Sie einen guten Eindruck der traditionellen Rhythmen und Tänzein einem historisch bedeutenden Rahmen.

Pop-Musik

Mit Teufeln, Masken, Musik und Tanz auf der Straße zieht im Februar und März der dominikanische Karneval ein. In dieser kulturell bedeutenden und aufregenden Zeit geht es hoch her.

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